Update 30
Diese Woche ist im Meisennest etwas Besonderes los.
Schon am Eingang hängt ein kleines, handgeschriebenes Schild: „Kunstausstellung – bitte leise staunen.“
Drinnen ist es ganz still. Also fast. Nur ab und zu hört man ein leises Rascheln, ein interessiertes „Hm!“ oder das vorsichtige Trippeln kleiner Vogelfüße über den Boden.
Als erstes bleiben Spatz und Meise vor Die Liebe ist im Eimer von B. (der Name ist geheim) stehen.
„Oh“, sagt Meise und legt den Kopf schräg. „Das klingt traurig.“
Spatz schaut genauer hin. „Vielleicht. Oder sehr praktisch. Wenn die Liebe im Eimer ist, kann man sie immerhin wieder tragen.“
Darüber müssen beide kurz nachdenken.
Ein paar Schritte weiter hängt Waterloo Bridge von Claude. Hier wird es auf einmal ganz ruhig. Meise stellt sich vor, wie Nebel über dem Wasser liegt, wie Schritte über eine Brücke hallen und irgendwo ein Licht im Grau schimmert. Spatz sagt diesmal gar nichts. Manchmal ist ein Bild eben schöner, wenn man es nicht sofort erklärt.
Dann wird es deutlich lebhafter: Pink Studio von Henri.
„Hier wohnt bestimmt jemand, der nie fragt, ob Pink zu viel ist“, flüstert Meise.
„Sehr vernünftig“, findet Spatz. „Manche Farben wissen einfach selbst, wie viel Raum sie brauchen.“
Und schließlich stehen die beiden vor Die Suppe von Pablo.Lange betrachten sie das Bild. Sehr lange.
„Ist das Kunst?“, fragt Spatz.
„Ganz bestimmt“, sagt Meise.
„Oder Mittagessen?“
„Vielleicht beides.“
Und genau das gefällt ihnen am besten: wenn man nicht ganz sicher ist, ob man staunen, schmunzeln oder schon mal einen Löffel holen soll.
Diese vier kleinen Kunstwerke haben uns so gut gefallen, dass sie diese Woche nicht nur an den Wänden unseres Meisennests hängen, sondern auch als neue Farben zu euch flattern.
Wie immer könnt ihr unsere neuen Farben ab Freitag, 8 Uhr, in unserem Onlineshop bestellen.